„Digital studiert, erfolgreicher studiert?! –
Erfolgsfaktoren digitaler Lehre im Student Life Cycle

14. Juni 2018
Hochschule Kaiserslautern

 

Anmeldung & Begrüßungskaffee

 

Begrüßungsworte

Prof. Dr. Albert Meij,
Vizepräsident Hochschule Kaiserslautern und
Dr. Konrad Faber,
Geschäftsführer Virtueller Campus Rheinland-Pfalz

Prof. Dr. Salvatore Barbaro,
Staatssekretär Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur

Keynotes

„Open Learning Cultures in Hochschulen. Geht das überhaupt? “
Prof. Dr. Ulf-Daniel Ehlers, Duale Hochschule Baden-Württemberg, Karlsruhe

Abstrakt und Curriculum Vitae

Abstrakt: Hochschule digital – die Nutzung digitaler Medien – bietet Hochschulen neue Möglichkeiten die Studienstruktur oder die Studienorganisation weiter zu entwickeln. Die Ergebnisse der jüngste Debatte über „Hochschulbildung digital“ zeigt, dass mit der Digitalisierung auch ein Öffnungsprozess von Hochschule einhergeht. Lehr- und Lernresourcen von „extern“ zu nutzen, also Curriculumimport und -export zu betreiben sind nur eine der dazugehörigen Spielarten. nicht als Technisierung sondern als Ermöglicher für didaktische Phantasie in der Lehre steht. Zu erkennen ist, dass ein Bild von Hochschullehre verfolgt wird, das nicht weit entfernt ist von dem Ideal der Universitas. Es geht darum, junge Menschen in der Entwicklung ihrer Fähigkeit zur selbstständigen und eigenverantwortlichen Arbeit in he­terogenen Teams zu unterstützen und sie bei der Entwicklung von Handlungskompetenzen durch die Lösung komplexer Probleme zu fördern. Hochschulen und ihre Akteure in der Lehre setzen digitalen Medien in großer Vielfalt ein und nutzen die sich dadurch ändernden Rahmenbedingungen, um produktiv neue Wege zu gehen, und Hochschullehre jenseits von reinem monodirektionalem Wissenstransferkonzepten und Massenveranstaltungen attraktiv zu gestalten. Dabei werden in Reallaboren der Hochschullehre Konzeptionen entwickelt und umgesetzt, in denen Studierende als reflektierende Praktiker/innen in ‚Reflexionslaboratorien’ (Ehlers, Open Learning Cultures. A Guide to Quality, Evaluation and Assessment for Future Learning, 2014) lernen, in denen sie kollaborativ zusammenarbeiten und in denen sie in ihrer Entwicklung zu autonomen und selbstgesteuerten Lernenden unterstützt werden. Digitalisierung verfolgt dabei nicht das Ziel der ‚Technisierung’, sondern fordert auf, zur didaktischen, curricularen und organisatorischen Innovation in der Lehre. Der Schlüssel zur erfolgreichen Digitalisierung der Hochschullehre liegt dabei in der Vernetzung der Studierenden und der Lehrenden zu akademischen Lerngemeinschaft, in der komplexe und relevante Probleme bearbeitet werden. Ganz im Sinne eines Ideals der Universitas. Auch wird deutlich, dass Digitalisierung nicht nur neue virtuelle Lernräume und –möglickeiten schafft , sondern auch bestehende physische Lernorte verändert.

CV: Prof. Dr. phil. habil. Ulf-Daniel Ehlers ist Professor für Bildungsmanagement und lebenslanges Lernen an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg, wo er von 2011 bis 2017 Vizepräsident war. Der studierte Anglist, Sozialwissenschaftler und Pädagoge promovierte im Bereich Qualitätsentwicklung für E-Learning und habilitierte in der Erwachsenenbildung und Weiterbildung mit Schwerpunkt Neue Medien. Nach Stationen als Privatdozent an der Universität Duisburg-Essen, Professor an der Universität Augsburg und der University of Maryland ist er jetzt Professor für Bildungsmanagement und lebenslanges Lernen an der DHBW. Zudem war er Präsident der European Foundation for Quality in E-Learning (2011-2014), und im Vorstand der Gesellschaft für Medien in der Wissenschaft e.V., dem er als Präsident von 2010-2012 vorstand.

„Digitales Lernen, Learning analytics, Faktoren erfolgreichen Lernens, Mensch und Computer: Wer lehrt, wer lernt?“
Prof. Dr. Per Bergamin, Leitung Institut für Fernstudien- und eLearningforschung, Fernfachhochschule Schweiz

Abstrakt und Curriculum Vitae

Abstrakt: Technologie-basierte Lernsysteme stützen sich im Gegensatz zu klassischen u.a. vermehrt auf Verhaltensdaten beim Lernen. Gerade neuere Lernsysteme im Kontext des individualiserten und adaptiven Lernens nutzen diese extensiv. Es stellen sich dabei verschiedene Fragen wie beispielsweise: Was sind die Erfolgsfaktoren dieser Art des digitalen Lernens? Wie können entsprechende Systeme entwickelt werden? Akzeptieren Lernende, wenn Computer unser Lernen messen und uns Ratschläge erteilen? Was könnte in Zukunft noch auf uns zukommen?

CV: Per Bergamin ist Professor für Fernstudiendidaktik und E-Learning der Scuola universitaria professionale della Svizzera Italiana (SUPSI) und der Fernfachhochschule Schweiz (FFHS). Seit 2006 ist er Leiter des Instituts für Fernstudien- und eLearningforschung (IFeL) der FFHS. 2016 wurde er zudem zum Leiter des UNESCO-Lehrstuhls für personalisiertes und adaptives Fernstudium ernannt. Seine Forschungsaktivitäten konzentrieren sich auf technologie-gestütztes Lernen mit Schwerpunkten in den Bereichen Selbstregulation, Personalisierung, Adaptivität sowie Emotionen beim Lesen und Lernen. Als Forscher arbeitet er in verschiedenen nationalen und internationalen Projekten und wirkt in verschiedenen schweizerischen Gremien zur Förderung des E-Learnings mit. Als Dozent unterrichtet er in den Bereichen Pädagogische Psychologie und Didaktik. Darüber hinaus war er Gründer und VR-Präsident einer Unternehmung für E-Business und Lernanwendungen, die er 2016 verkaufte.

Pause

 

Podiumsdiskussion

„Digital studiert, erfolgreicher studiert?! – Wie gestalten wir
Hochschullehre in Zeiten der digitalen Transformation erfolgreich?“

Prof. Dr. Ulf-Daniel Ehlers, Duale Hochschule Baden-Württemberg
Prof. Dr. Per Bergamin, Leitung Institut für Fernstudien- und eLearningforschung
Dr. Sabine Hemsing, Virtueller Campus Rheinland-Pfalz
Dr. Peter Ferdinand, Geschäftsführer des Instituts für Wissensmedien der Uni Koblenz-Landau

Moderation: Prof. Dr. Albert Meij, Vizepräsident Hochschule Kaiserslautern
 

Mittagspause

 

Gallery Walk (Bei gutem Wetter open-air)

 

Parallele Tracks

Studienorientierung & Eingangsphase – Raum E 1.020 –

Track-Beschreibung

Die soziale und organisatorische Einstimmung zu Beginn eines Studiums zählt zu den Grundvoraussetzungen für erfolgreiches Studieren. Durch die digitale Komponente des Übergangsmanagements von Schule oder Beruf in ein Hochschulstudium kann diese Phase auf vielfältige Weise unterstützt und bereichert werden. Im Themen-Track „Studienorientierung & Eingangsphase“ geht es um die Gestaltung der Orientierungsphase zu Beginn des Studiums, ebenso um Konzepte und Beispiele von online-basierten Vor- und Brückenkursen oder unterstützende Tutorien.

  • „Projekt SPITZE: Online Studienorientierung und Studienvorbereitung“
    Referent: Sergei Pachtchenko, Institut für Wissensmedien, Universität Koblenz-Landau
  • „E-Propädeutikum im Fach Geschichte: Grundlagen wissenschaftlichen Arbeitens und Orientierungshilfen für Studierende in der Eingangsphase des Geschichtsstudiums“
    Referentin: Janka Mittermüller, Universität Trier
  • „Praxisbeispiel: KLOOC „TUKzero – Orientierung im Studium“ – Ein offener Online-Kurs zur Orientierung und Unterstützung des Studieneinstiegs“
    Referentinnen: Kerstin Liesegang, Annika Meier, Distance & Independent Studies Center (DISC), Technische Universität Kaiserslautern

Digitales Studium, Lehren & Lernen – Raum E 2.022 –

Track-Beschreibung

Die Verfügbarkeit und Nutzungsmöglichkeiten digitaler Medien und Technologien werden von Studierenden wie Lehrenden zunehmend erwartet und eingefordert. Dadurch wird das Lehren und Lernen auf dem Campus zusehends mit digitalen Lösungen bereichert; auch die Studienformate umfassen immer mehr online-basierte Elemente, um eine Flexibilisierung zu erreichen. Die Integration digitaler Medien in die Hochschullehre steigert zum einen die Qualität der Lehre, zum anderen entsteht aber auch die Notwendigkeit der Kompetenzerweiterung des Handelns mit digitalen Technologien. Im Themen-Track „Digitales Studium, Lehren & Lernen“ werden Erfahrungen und gute Beispiele erfolgreicher digitaler Lehr- & Lern-Szenarien thematisiert.

  • „Die Segel setzen – Ein Blended-Learning-Konzept auf den Weg bringen“
    Referentin: Marina Wahl, Universität Speyer
  • „Curriculum 4.0 – Das Projekt InfoStuDi“
    Referenten: Fabian Kalweit, Pascal Pries, Manfred Brill, Hochschule Kaiserslautern
  • „Orientieren, Begleiten, Vernetzen – Lernen mit Open MINT Labs in verschiedenen Lebensphasen“
    Referenten: Tobias Decker, Hochschule Kaiserslautern

Übergang in den Beruf & Weiterbildung – Raum E 1.018 –

Track-Beschreibung

Digitale Medien werden zunehmend dazu genutzt, bereits im Studium näher an die Aufgaben und Anforderungen in Beruf und Arbeitswelt zu rücken bzw. diese zu integrieren. Beispiele für Lernortverlagerung und Arbeitsintegration sind in dualen bzw. berufsbegeitenden Studiengängen zu finden. Sie greifen die Möglichkeiten digitaler Technologien zur zielgruppenadäquaten Gestaltung von Studienformaten in besonderer Weise auf. Aber auch die wissenschaftliche Weiterbildung, die eine ausgeprägte Marktförmigkeit aufweist und der Dynamik gesellschaftlicher Veränderungsbewegungen Rechnung trägt, vermag das Digitale für ihre Zwecke einzusetzen. Im Themen-Track „Übergang in den Beruf & Weiterbildung“ stehen solche Konzepte und Studienangebote im Mittelpunkt.

  • „Digitale Kommunikation und Koordination in berufsbegleitenden Studiengängen“
    Referentin: Dr. Daniela Menzel, Zentralstelle für Fernstudien an Fachhochschulen, Koblenz
  • „Digitale Lehr- und Lernformate als Bereicherung curricularer Strukturen: Ergebnisse einer empirischen Untersuchung bei Studierenden“
    Referenten: Fabian Illmer, Thorsten Requadt, Hochschule Kaiserslautern
  • „Die Virtuelle Clusterakademie – Machbarkeitsstudie eines Plattform-basierten Weiterbildungsangebotes für Cluster- und Netzwerkmanagements auf Basis eines Sharing-Economy-Ansatzes“
    Referentin: Judith Hoffmann, Institut für Technologie und Arbeit e. V. Kaiserslautern

HSP-Track (Hochschulpaktvernetzung) – Digitalisierung in der Lehre
– Raum E 1.022 & E 1.030 –

Track-Beschreibung

Der HSP-Track – Digitalisierung in der Lehre wurde nach den Wünschen und Ideen der HSP-VernetzungspartnerInnen gestaltet und soll diesen im Format zweier Workshops einen Überblick und Anregungen für digitale Lehr- & Lernszenarien bieten.

  • „10 Erfolgsfaktoren für E-Learning“
    Referentin: Dr. Sabine Hemsing, VCRP
  • „E-Assessment in der Praxis – Etablierung von elektronischen Übungs- und Überprüfungsszenarien an der Hochschule Kaiserslautern“
    Referenten: Martin Schiwy, Andrej Winterholler, Stanislaus Erhardt, Hochschule Kaiserslautern

Gallery Walk & Ausklang mit Abschlussgetränk und individuellen Gesprächen

 

Ende der Veranstaltung